Warten ohne Wiedersehen

         Ein Nachkriegsschicksal im sowjetischen
                "Speziallager" Sachsenhausen

             Mit einem Geleitwort von Jan George


Ein Tatsachenroman von Werner K. Lahmann


ISBN  978-3-942437-08-0
364  Seiten / 7 Abb., 
1. Auflage 2013
14 x 21 cm
OEZ Berlin Verlag

 (€ 19,90)



Der Roman führt uns in die Zeit direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, als der stalinistische GULAG auf Deutschland überschwappte: Mit dem Thema "Speziallager", das der deutschen Öffentlichkeit bisher weitgehend verschlossen geblieben ist, wird das Schicksal der Männer und Frauen beschrieben, die in den KZ´s nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges umgekommen sind. Die Geschichte von Kurt Naumannund seinen Kameraden Karl-Eduard von Büchner und dem "Spinner" ist die Leidensgeschichte von über 154.000 in der sowjetischen Besatzungszone Internierten. Etwa 55.000 von ihnen starben an den unmenschlichen, vom stalinistischen GULag geprägten Haftbedingungen.
Es wird das harte Schicksal dieser Männer geschildert die hier lernen müssen, ihre Mittagssuppe aus Ofenkacheln zu schlürfen und sich den Po mit den Fingern zu putzen. Neben Hunger, Kälte und Krankheiten plagt sie besonders die Ungewissheit und das verzweifelte Warten, ein Warten ohne ein Wiedersehen mit den Angehörigen. Genau so schmerzhaft war auch das Leben "draußen": Margarete Naumann musste ihre vier Kinder allein durchbringen und lebte bis zu ihrem Tode mit der quälenden Frage warum, wo ist Kurt geblieben, lebt er noch?
Das Schicksal dieser Menschen ist in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt, und dieses Stück deutscher Geschichte wurde lange Jahre totgeschwiegen.
Erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die Tabus dieser Lager gebrochen, und nach und nach werden immer mehr Einzelheiten bekannt. Kürzlich wurde auf dem Gelände der Gedenkstätte Sachsenhausen auch ein Museum eigens zum Gedenken an diese Menschen und das "Speziallager Nr.7" eröffnet.
Die Beschreibung beruht auf wahren Begebenheiten, einige Namen und Charaktere sind allerdings frei erfunden, ebenso die zeitliche Abfolge der einzelnen Begebenheiten.
Kurt Naumann hat seine Frau und seine vier Kinder nie wiedergesehen. Knochen-Karl, der Leichenfahrer, hat ihn eines Nachts in den nahen Wald gefahren, wo er mit Tausenden anderen in einem Massengrab verscharrt wurde.